Pressemitteilung vom 16. April 2002

Stiftung fördert Initiativen zugunsten von Schwangeren und Familien
Bilanz des Bamberger Bischofsprojekts „Dem Leben die Hand reichen“

Im Bild von links: Erzbischof em. Dr. Karl Braun, Diözesan-Caritasdirektor Domvikar Bernhard Simon, Maria Münzel, Referentin für Familienhilfe beim Diözesan-Caritasverband Bamberg

„Pionierarbeit“ habe das Projekt „Dem Leben die Hand reichen“ geleistet, denn keine diözesane Initiative, die sich dem Schutz des Lebens widmete, sei so breit angelegt gewesen wie die des Erzbistums Bamberg. Man habe nicht nur Hilfe für Schwangere im Konflikt organisiert, sondern viele verschiedene „lebensstiftende Akzente“ gesetzt. So habe sich aus dem Projekt heraus auch eine Initiative entwickelt, die für menschliche Würde am Ende des Lebens eintrittt. Diese Bilanz zog am gestrigen Montag der emeritierte Erzbischof Dr. Karl Braun bei einer Pressekonferenz.

Braun hatte das „Bischofsprojekt zugunsten von Schwangeren, Müttern, Vätern und Kindern“ im Frühjahr 1999 ins Leben gerufen, um gerade auch innerkirchlich das Bewusstsein zu stärken, wie notwendig der Einsatz für das Leben sei. Dass dieses Ziel erreicht worden sei, konnte der im Juli 2001 emeritierte Erzbischof in seiner Rückschau feststellen: Er habe sich „sehr gefreut, dass so viele Menschen im Erzbistum sich im Sinne des Projektes eingesetzt haben.“ In den Pfarreien habe die Einsicht zugenommen, dass Schwangerschaftskonflikte ein gesellschaftliches Problem seien und dass die Einstellung jedes einzelnen Bürgers die Bereitschaft zum Kind beeinflusse.

Da, wie der Erzbischof sagte, „Appelle allein selten etwas ausrichten“, hat er noch während seiner Amtszeit eine Stiftung gegründet, die das Anliegen des Projekts weitertragen soll. Sie hat einen Grundstock von 255.600 Euro. Aus den Zinsen sollen Maßnahmen zugunsten von Familien gefördert werden.

Als „Schande für unsere Gesellschaft“ bezeichnete bei der Pressekonferenz Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon, dass immer mehr Kinder auf Sozialhilfe angewiesen seien. Mit der Ausstellung „Mitten unter uns: Armut in Deutschland“ habe das Bischofsprojekt auf die finanziellen Probleme von Familien aufmerksam gemacht.

Die Armutsausstellung ist eines der zahlreichen Angebote, die über das Ende des Projekts hinaus bestehen. Dazu gehören auch die – bundesweit einmaligen – sexualpädagogischen Workshops „LoveTours“, die Jugendliche an einen verantwortungsvollen Umgang mit Liebe und Sexualität heranführen wollen, die Zukunftswerkstatt „Lebensfreundliche Pfarrei“, eine Arbeitshilfe für einen Familientag in der Gemeinde und die gemeinsam mit den Diözesen Limburg und Rottenburg-Stuttgart entwickelte Ausstellung „Lichtinsel“ zum Thema Schwangerschaftskonflikt

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