Pressemitteilung vom 26. September 2002

Caritas-Sammlung wirbt um Verständnis für psychisch Kranke

Die Caritas wählt sich in jedem Jahr ein Motto, das zugleich das Schwerpunktthema für die Caritas-Sammlungen liefert. „Mittendrin draußen: psychisch krank“, heißt das Motto in diesem Jahr, und es steht als Überschrift auch über der Herbstsammlung der Caritas. Die Haussammlung an den Wohnungstüren findet vom 30. September bis 6. Oktober statt. Bei der Gottesdienstkollekte werden die Besucher der katholischen Gottesdienste am Wochenende des 6. Oktober um eine Spende gebeten.

Eine Spende für die Caritas kann man auch unter dem Stichwort „Caritas-Herbstsammlung 2002“ auf das Konto 9 00 30 02 des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg bei der LIGA-Bank Bamberg (BLZ 750 903 00) überweisen.

Beim Thema „Mittendrin draußen: psychisch krank“ geht es um Menschen, die krank sind, aber deren Krankheit oft nicht gesehen und nicht erkannt wird. Sie kommen mit dem Leben nicht zurecht, leiden unter Angstzuständen oder Depressionen oder vergessen in übersteigerter Euphorie jedes Maß. Es geht um Menschen, die oft unmittelbar neben den Gesünderen leben, mittendrin – und die doch weit weg sind, ausgeschlossen, unverstanden, beargwöhnt.

Das Caritas-Jahresthema „Mittendrin draußen: psychisch krank“ ist ein Plädoyer dafür, dass Menschen anders sein dürfen, ohne abgeschrieben zu werden. Es ist zugleich ein Plädoyer dafür, psychisch kranke Menschen als Kranke anzuerkennen, ihnen mit Sensibilität und Respekt zu begegnen und ihr Recht auf die nötige Hilfe anzuerkennen.

Die notwendige professionelle Hilfe leistet die Caritas durch zahlreiche hauptamtliche und ehrenamtlich tätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In der Erzdiözese Bamberg unterhalten die Caritas und ihre Fachverbände für psychisch kranke Menschen Sozialpsychiatrische Dienste, Tages- und Begegnungsstätten, Wohnheime und –gruppen, Betreutes Wohnen, Übergangseinrichtungen, Selbsthilfefirmen und Berufsbegleitenden Dienst.

Alle diese Angebote werden zum größten Teil über öffentliche Kostenträger, die Bezirke und Krankenkassen finanziert. Aber die Caritas muss dennoch auch Eigenmittel für sie aufwenden, insbesondere zur Unterstützung von Selbsthilfegruppen und ehrenamtlichen Helfern.

Die Caritas-Sammlungen werden zweimal jährlich durchgeführt, im Frühjahr und im Herbst. Jede von ihnen besteht aus der Straßen- und der Hauslistensammlung sowie der Kirchenkollekte. Bei der Hauslistensammlung gehen ehrenamtliche Helfer und Helferinnen von Tür zu Tür. Die Straßensammlung erfolgt in größeren Orten, z.B. in Fußgängerzonen. Bei der Kirchenkollekte werden in allen katholischen Gottesdiensten die Christen um eine Spende gebeten.

Vom Ertrag der Sammlung erhalten in der Erzdiözese Bamberg die Pfarreien 40 Prozent für ihre eigenen sozial-karitativen Aufgaben. Je 30 Prozent gehen an den Diözesan-Caritasverband und an die 15 Stadt- und Kreis-Caritasverbände zur Finanzierung ihrer Einrichtungen.

Bei der Frühjahrssammlung wurden dieses Jahr im Erzbistum Bamberg 791.980 Euro gesammelt. Das bedeutet ein Plus von 3,1 Prozent gegenüber dem Sammlungsergebnis aus dem Frühjahr 2001. Vom gesamten Spendenaufkommen des Frühjahrs 2002 entfielen auf die Haussammlung 691.699 Euro auf die Straßensammlung 6.388 Euro und auf die Kollekte in den Gottesdiensten 93.892 Euro.

Der Erlös der Caritassammlung kommt ausschließlich sozialen Zwecken zugute. Verwaltungsaufgaben und andere sachfremde Kosten werden aus dem Spendenaufkommen nicht bestritten.

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