Pressemitteilung vom 28. Juni 2002

Babysitter speziell für die Betreuung behinderter Kinder

15 Babysitter, die eine spezielle Zusatzausbildung für die Betreuung behinderter Kinder absolviert haben, erhielten jetzt ihr Zertifikat. Die Überreichung der Urkunden fand in der Diözesanstelle Familie in Bamberg statt.

Bei dem Seminar „Babysitting bei behinderten Kindern“, das vom 12.-14. April im Haus St. Elisabeth in Gößweinstein abgehalten wurde, handelt es sich um das erste dieser Art in Bayern. Teilnehmen konnten Babysitter, die bereits eine allgemeine Ausbildung für diesen Dienst (Babysitterdiplom der Diözesanstelle Familie) besitzen und mindestens 17 Jahre alt sind. Das Seminar vermittelte Grundkenntnisse über verschiedene Formen von Behinderung und leitete zum Umgang mit behinderten Kindern an. Vertieft behandelten die Kursleiterinnen – Ursula Pöllmann-Koller, Erzieherin und pädagogische Mitarbeiterin in der Behindertenseelsorge der Erzdiözese, und die Ergotherapeutin Brigitte Gärtner – Hörschädigung, Sehbehinderung, Wahrnehmungsstörungen, Epilepsie, Down Syndrom, Hyperaktivität, Spastik und Autismus. Nach dem Seminar absolvierten die Kursteilnehmerinnen noch ein Kurzpraktikum von zwei Nachmittagen in einer Behinderteneinrichtung.

Von den 15 Babysittern, die die Zusatzqualifikation erwarben, sind zwölf Schülerinnen und Studentinnen, zwei Frauen im Alter von etwa 50 Jahren und ein junger Mann. Sie kommen aus der gesamten Erzdiözese, zum Beispiel aus Bayreuth, Nürnberg und Bamberg. Vermittelt werden die speziell ausgebildeten Babysitter gegenwärtig über die Diözesanstelle Familie, Jakobsplatz 9, 96049 Bamberg, Tel. (0951) 502-626. Später sollen die Babysittervermittlungen von Caritasverbänden und Pfarreien diese Aufgabe übernehmen.

Die Diözesanstelle Familie wird vom Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg personell mitgetragen. Konzipiert wurde das Seminar „Babysitting bei behinderten Kindern“ von Elisabeth Nüßlein, Caritas-Fachberaterin in der Kinder- und Jugendhilfe. Sie will damit auf das Problem reagieren, dass Eltern behinderter Kinder nur schwer Personen finden, die sich die Betreuung behinderter Kinder zutrauen und dazu die nötige Erfahrung mitbringen.

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