Pressemitteilung vom 25. Mai 2001

Erweiterungsbau des Caritas-Behindertenwohnheims St. Elisabeth in Lichtenfels eingeweiht

Bei strahlendem Sonnenschein hat der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg am 23. Mai 2001 den Erweiterungsbau des Wohnheims St. Elisabeth in Lichtenfels eingeweiht.

Das neu errichtete Haus in der Wittelsbacher Straße 24 bietet 20 Plätze für behinderte Menschen. Zwölf davon stehen Bewohnern zur Verfügung, die die Werkstatt für Behinderte besuchen. Ein Wohnpflegebereich mit acht Plätzen ist für stärker oder mehrfach behinderte Menschen gedacht. 18 Einzelzimmer und ein Doppelzimmer gruppieren sich um zwei Aufenthaltsbereiche mit Küche. Der Neubau erweitert das Wohn- und Wohnpflegeheim St. Elisabeth für geistig und mehrfach behinderte Menschen um zwei Wohngruppen. Der bereits seit 1993 bestehende Teil – architektonisch ein eigenes Haus – umfasst 37 Plätze. Das zusätzliche Gebäude ist bereits im Februar bezogen worden.

Die Baukosten für die Erweiterung betrugen 3,4 Millionen Mark. Davon übernahmen der Freistaat Bayern 800.000 Mark, der Bund eine halbe Million und der Bezirk 250.000 Mark. Stadt und Landkreis Lichtenfels gaben einen Zuschuss von jeweils 20.000 Mark. Weitere 36.000 Mark kamen aus der Ausgleichsabgabe hinzu. Den Rest bestreitet der Diözesan-Caritasverband aus eigenen Mitteln.

Stellvertretender Landrat Georg Dora dankte der Caritas bei der Einweihung auch im Namen der anwesenden Landtagsabgeordeten Christian Meissner und Susan Biedefeld sowie des Bürgermeisters Winfried Bogdahn für diese „Heimstatt für Behinderte“. Mit ihr leiste die Caritas einen Dienst, der „in der heutigen Gesellschaft nicht selbstverständlich ist“. Dora überreichte ein Wappen des Landkreises und sagte dem Caritasverband zu: „Wenn Sie uns brauchen, werden wir immer da sein.“ Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon, der das Haus segnete, betonte im Blick auf den Neubau: „Wir wissen, dass Bedarf ist.“

Simons Vorgänger Prälat Walter Schirmer, der im Juli 1998 noch den Spatenstich vollzogen hatte, bekannte: „Ich bereue es nicht, das Gelände gekauft zu haben.“ Er wies darauf hin, dass die Einweihung in die von katholischer und evangelischer Kirche veranstaltete „Woche für das Leben“ falle. Deren Motto „Menschen würdig pflegen“ könne auch für die Arbeit im Wohnheim St. Elisabeth gelten. Im Namen der Elternvertretung des Wohnheims dankte Robert Thierauf für die Schaffung zusätzlichen Wohnraums für behinderte Menschen. Die Bewohner selber trugen ebenfalls ihren Dank vor und zeigten einen Tanz. Die Orff-Gruppe des Wohnheims St. Michael – das wie das Wohnheim St. Elisabeth zum Heilpädagogischen Zentrums der Caritas in Lichtenfels gehört – umrahmten die Einweihung musikalisch.


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