Pressemitteilung vom 23. März 2001

Leistungsdruck auf Schüler wächst
Erziehungsberatungsstelle legt Jahresbericht vor

Anzeichen, dass immer mehr Schüler dem Leistungsdruck in Schule und Gesellschaft nicht standhalten können, macht die Bamberger Caritas-Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern in ihrem Jahresbericht 2000 aus. Als Indiz dafür wertet die Stelle, dass die Zahl der Schüler sowohl aus weiterführenden Schulen als auch aus Schulen zur individuellen Lernförderung, die in der Stelle vorgestellt und betreut wurden, stärker als in den Vorjahren zugenommen hat. So stieg die Zahl der Gymnasiasten und Realschüler von 105 im Jahr 1999 auf 128, die der Förderschüler von 42 auf 50. Typische Schulprobleme, bei denen Hilfe in der Beratungsstelle gesucht wird, sind Konzentrationsschwierigkeiten, mangelnde Motivation, Lernstörungen, Schulversagen, Rechtschreib- und Leseschwäche.

Insgesamt ist festzustellen, dass die Beratungsstelle immer stärker in Anspruch genommen wird. 925 Familien suchten dort im vergangenen Jahr Unterstützung; das sind rund fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zu 1990 betrug die Zunahme sogar 33 Prozent, damals waren 692 Familien Klienten der Beratungsstelle.

Deutlich gewachsen ist der Zuspruch aus dem Landkreis Bamberg. Kamen im Jahr 1999 570 der ratsuchenden Familien von dort, waren es ein Jahr später 606. Bei den Familien aus der Stadt Bamberg stieg die Zahl von 313 auf 317.

Für die kommenden Jahre hat sich die Beratungsstelle zum Ziel gesetzt, ihre Angebote gezielt ausländischen Familien bekannt zu machen.

Kontakt:
Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern,
Friedrichstraße 2, 96047 Bamberg,
Tel. (0951) 98012-0, Fax (0951) 98012-22.
Träger der Beratungsstelle ist der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg e.V.

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