Pressemitteilung vom 18. Oktober 2001

Direktor Simon zog Bilanz: Diözesan-Caritas legt Basis zur Bewältigung der Umbrüche in der Wohlfahrtspflege

Die Voraussetzungen zu schaffen, dass die Caritas Umbrüche in der Wohlfahrtspflege erfolgreich bewältigen kann, hat Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon als Hauptaufgabe des Diözesan-Caritasverbandes bezeichnet. Vor dessen Vertreterversammlung zeigte Simon in seinem Rechenschaftsbericht auf, dass auf Diözesanebene entwickelte Ansätze inzwischen bundesweit diskutiert werden. Als Beispiele nannte er das systematische Qualitätsmanagement DiCVQuM und ein Positionspapier zur Unterscheidung von Schuldner- und Insolvenzberatung.

Als wichtigen gesellschaftlichen Impuls stellte Simon das unter Leitung des Diözesan-Caritasverbandes entwickelte Projekt „Ja zum Leben – bis zuletzt“ heraus, das morgen im Bamberger Dom offiziell eröffnet wird. Es stelle eine qualifizierte Sterbebegleitung dem Ruf nach Legalisierung des Tötens auf Verlangen entgegen. Im Rahmen des Projekts solle auch die „völlig unzureichende finanzielle Situation“ der Altenpflege in öffentlichen Großveranstaltungen thematisiert werden. Ein weiterer Schwerpunkt im Bereich Altenpflege werde im kommenden Jahr die Fortbildung von Pflegekräften in Gerontopsychiatrie sein, da die Zahl altersverwirrter Menschen zunehme.

Hohe Investitionen für Um- und Neubauten

Eine große Aufgabe hat der Diözesan-Caritasverband gegenwärtig durch den Um- und Neubau von Einrichtungen zu bewältigen. Dies drückt sich auch im Finanzbericht 2000 aus, den der stellvertretende Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein vorstellte. Weist die Haushaltsrechnung für das Jahr 2000 Investitionen in Höhe von knapp 11,6 Millionen Mark aus, so setzt der Haushaltsplan 2001 für diesen Posten fast 20 Millionen Mark an. Dies wirkt sich auch auf das Volumen des Gesamthaushalts auf. Es steigt von knapp 86 Millionen Mark im vergangenen Jahr auf für 2001 prognostizierte 97,9 Millionen. Die Investitionen im Baubereich sind vor allem aufgrund der veränderten Anforderungen an die Altenheime notwendig, in denen fast nur noch pflegebedürftige Menschen leben.

Als fertige oder nahezu abgeschlossene Maßnahmen nannte Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon den Umbau des Altenpflegeheims St. Martin in Bayreuth, der am 11. November geweiht wird, das Kinderheim St. Marien in Pettstadt, das Anfang Oktober Richtfest feierte, das Trainingswohnen für Behinderte in Lichtenfels, das im September offiziell eingeweiht wurde, das Altenpflegeheim St. Walburga in Bamberg, dessen erster Bauabschnitt im November fertiggestellt sein wird, und das Altenpflegezentrum St. Kunigund in Altenkunstadt, das Anfang Februar 2002 eingeweiht werden soll.

In Bamberg soll ein Beratungszentrum entstehen

Im März, kündigte Simon an, wolle der Diözesan-Caritasverband in seine neue Zentrale an der Oberen Königsstraße in Bamberg umziehen. Die bisherige Zentrale in der Geyerswörthstraße werde dann zu einem Zentrum für die bislang über die Stadt verstreuten Caritas-Beratungsstellen umgestaltet. Ebenfalls für das kommende Jahr ist der Neubau des Alten- und Pflegeheims St. Josef in Bamberg-Gaustadt geplant. Dort sollen 60 Pflegeplätze in der Form von Hausgemeinschaften entstehen, die, so Simon, „wegführen von einer krankenhausähnlichen Bauweise“.

Der Diözesan-Caritasverband übernimmt auch den Neubau des Altenheims in Hollfeld, das der Kreis-Caritasverband Bayreuth aber weiterhin betreiben wird. Ebenfalls steht der Umbau der Familienferienstätte Hundham in Oberbayern an; die Häuser sollen in Zukunft flexibler zu nutzen sein und die Einrichtung soll ein neues pädagogisches Konzept erhalten.

Ein Aktivposten ist der Diözesan-Caritasverband auch auf dem Arbeitsmarkt. Von 884 im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf 943. Dabei machten sich neben der Übernahme des Alten- und Pflegeheims St. Elisabeth in Neunkirchen am Brand mit 50 Mitarbeitern auch Neueinstellungen bemerkbar.

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