Pressemitteilung vom 9. Oktober 2001

Für ein Sterben in Würde: Auftakt der Initiative „Ja zum Leben – bis zuletzt“

Angesichts der zunehmenden Befürwortung einer aktiven Sterbehilfe starten die Erzdiözese Bamberg und die evangelisch-lutherischen Kirchenkreise Bayreuth, Nürnberg und Ansbach eine Initiative „Ja zum Leben – bis zuletzt“. Sie setzt sich öffentlich dafür ein, Leben bis in den Tod lebenswert zu erhalten und ein Sterben in Würde zu ermöglichen. Als aktive Lebenshilfe für Sterbende versteht sie insbesondere menschliche Zuwendung, optimale Pflege und lebenserleichternde Maßnahmen wie die Schmerztherapie. Die ökumenische Initiative arbeitet eng mit Hospizvereinen, Sozialstationen und Pflegeeinrichtungen zusammen. Kontaktstelle der Initiative ist der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg, Projektleiter Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon.

Der zentrale Auftakt zur Initiative „Ja zum Leben – bis zuletzt“ findet am Freitag, 19. Oktober 2001, um 18 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst im Bamberger Dom statt. Zelebranten sind Diözesanadministrator Weihbischof Werner Radspieler und Regionalbischof Oberkirchenrat Wilfried Beyhl, der auch die Predigt hält. Der Bamberger Schauspieler Martin Neubauer liest Texte aus „Abschied“ von Ernst Ginsberg. Unter der Überschrift „Sterbebegleitung kann jeder“ berichten vier Männer und Frauen von ihren Erfahrungen.

Im Anschluss an den Auftaktgottesdienst präsentieren sich bei einer Projektmesse im Domkreuzgang Gruppen und Einrichtungen, die sich bei der Begleitung Sterbender engagieren. Dabei werden auch drei Broschüren vorgestellt, die von der Initiative „Ja zum Leben – bis zuletzt“ erarbeitet wurden:

Dem zentralen Auftakt folgen ähnlich gestaltete regionale Eröffnungen in Ansbach, Bayreuth, Forchheim, Kronach und Nürnberg. Während des Projektzeitraums, der sich bis Ostern 2002 erstreckt, wollen zahlreiche Veranstaltungen in der ganzen Erzdiözese zur Auseinandersetzung mit den Themen Sterben, Tod und Trauer anregen. Dazu gehören Vorträge, Diskussionsforen, Lesungen und Konzerte. Ab 26. Januar wird im Kreuzgang des Bamberger Doms eine Ausstellung „Kreuze in zeitgenössischer Darstellung“ mit den Werken namhafter Künstler zu sehen sein.

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