Pressemitteilung vom 20. Juli 2000

Zufriedene Patienten bei den Caritas-Sozialstationen
Befragung bestätigt Qualität der ambulanten Pflege

Auf breite Zufriedenheit stößt die Arbeit der Caritas-Sozialstationen bei ihren Patienten. Das ist das Ergebnis einer anonymen Befragung, die der Caritasverband für die Stadt Bamberg und der Caritasverband für den Landkreis Bamberg bei den Kunden ihrer ambulanten Pflege durchgeführt haben. Dabei ergab sich: 96 Prozent der Patienten ist mit der Betreuung durch die Caritas-Sozialstation sehr zufrieden (58 %) oder zufrieden (38 %).

Der Fragebogen war an insgesamt 765 Patienten ausgegeben worden. Sie verteilen sich auf die beiden Sozialstationen Bamberg-Mitte und Bamberg-Ost des Stadt-Caritasverbandes und die zum Kreis-Caritasverband gehörenden Stationen in Burgwindheim, Hallstadt, Hirschaid, Scheßlitz und Stegaurach. Die Rücklaufquote betrug beim Kreis-Caritasverband 58,1 Prozent. Dies schätzt Prof. Dr. Andreas Aue von der Fachhochschule Coburg, der die Befragung ausgewertet hat, als einen "sehr guten Wert" ein. Ein noch gutes Resultat erzielte der Stadt-Caritasverband mit einem Rücklauf von 43,7 Prozent der Bögen.

Durchgängiges Ergebnis der Befragung war: Die Patienten fühlen sich von den Caritas-Sozialstationen gut versorgt - sowohl pflegerisch wie menschlich. Bei der Frage, womit sie besonders zufrieden seien, loben 44 Prozent die Freundlichkeit der Mitarbeiter, 21 Prozent die fachgerechte Betreuung. Gebeten die Sozialstation mit einer Schulnote zu bewerten, vergeben die 372 Patienten, die eine Zensur ankreuzten, eine Durchschnittsnote von 1,55. 87 Prozent der Patienten nennen keine Verbesserungswünsche.

Von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sozialstation, mit denen sie in Kontakt kommen, sagen
84 Prozent der Patienten, daß sie die Patienten in ihrer Privatsphäre respektieren
80 Prozent, daß sie die Patienten als Gesprächspartner ernst nehmen,
79 Prozent, daß sie getroffene Vereinbarungen einhalten,
77 Prozent, daß sie immer freundlich sind,
75 Prozent, daß sie auf persönliche Bedürfnisse und Gewohnheiten, Vorstellungen und Wünsche der Patienten Rücksicht nehmen,
73 Prozent, daß sie mit der persönlichen Situation des Patienten vertraut sind.
Daß diese Aussagen zumindest von den meisten Mitarbeitern gelten, sagt ein weiterer Anteil, der jeweils zwischen 14 und 22 Prozent liegt.

Entscheidend ist oft der erste Eindruck. Auch hier schneiden die Caritas-Mitarbeiter gut ab: Von 56 Prozent der Patienten wurden sie bei der ersten Begegnung als sehr angenehm und sehr freundlich empfunden, von 41 Prozent als angenehm und freundlich. Daß sie bei dem ersten Gespräch vor Beginn der Betreuung ihre Anliegen und Wünsche äußern konnten, sagen zwischen 95 % (Land) und fast 100 % (Stadt) der Patienten, die sich daran erinnern können.

Bei der Entscheidung für die Caritas-Sozialstation – 27 Prozent der Patienten hatten auch andere ambulante Dienste zur Auswahl – steht die Nähe zur Wohnung im Vordergrund (68 Prozent). Bei 45 Prozent spielte aber auch eine Rolle, dass ihnen das Pflegepersonal sympathisch war. Für 26 Prozent der Patienten war wichtig, daß ihre Vorstellungen und Wünsche berücksichtigt wurden. Der kirchliche Träger gab für 24 Prozent den Ausschlag, in der Stadt Bamberg sogar für 36 Prozent.

Als bemerkenswert notiert Prof. Aue auch die folgenden Tendenzen: Männer sind mit der Caritas-Sozialstation zufriedener als Frauen. Je länger die Patienten durch die Station gepflegt werden, umso zufriedener sind sie mit deren Arbeit. Patienten, die durch Empfehlung von Verwandten oder Bekannten auf die Caritas-Sozialstation aufmerksam wurden (das sind 22 Prozent; 72 Prozent wird durch professionelle Dritte wie Arzt, Krankenhaus oder Krankenkasse vermittelt), sind mit den Leistungen besonders zufrieden.

Von den Patienten der sieben Sozialstationen sind 48 Prozent älter als 80 Jahre. 75 Prozent sind weiblich. 45 Prozent leben allein in ihrer Wohnung.

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