Pressemitteilung vom 18. Juli 2000

Breite Unterstützung für Müttergenesungswerk
Benefizveranstaltung in Schloss Seehof zum 50-jährigen Jubiläum

Das Theaterstück "Der heilige Antonius von Padua" stand am vergangenen Sonntag im Mittelpunkt einer Benefizveranstaltung in Schloss Seehof bei Bamberg, mit der der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg das 50-jährige Bestehen des Müttergenesungswerks feierte. Die von rund 150 Zuschauern dankbar beklatschte Aufführung der Passionsspielgruppe Scheinfeld stellte – vor allem in einem Predigtmonolog des Hauptdarstellers – die Aktualität von Antonius‘ Botschaft heraus und zeigte sein Bemühen um Frieden und Versöhnung zwischen den Menschen.

Die Passionsspielgruppe Scheinfeld hatte auf ein Honorar verzichtet; die Orangerie war als Aufführungsort vom Ortskulturring Memmelsdorf auf eigene Kosten angemietet worden. Vor und nach der Aufführung verköstigte die Frauenunion Memmelsdorf die Gäste und stiftete den Erlös aus dem Speisen- und Getränkeverkauf ebenfalls dem Müttergenesungswerk. Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung hatte Inge Vollkommer, die Frau des Landtagsabgeordneten a.D. Philipp Vollkommer, übernommen. Sie überreichte Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon einen Scheck in Höhe von 300 Mark. Eintrittskarten wurden für insgesamt 1500 Mark verkauft. Der Reinerlös dient zur Finanzierung von Müttergenesungskuren für Frauen aus der Erzdiözese Bamberg.

Im Rahmen der Veranstaltung ehrte Simon drei Frauen aus Forchheim, die über 25 Jahre lang für das Müttergenesungswerk gesammelt haben: Betti Hartwig, Hilde Hellmann und Erna Roppelt.

In seiner kurzen Ansprache verneinte Simon die Frage, ob Müttergenesungskuren nicht ein veraltetes Angebot darstellten. Durch die Mehrfachbelastung von Familie, Haushalt und Beruf seien Mütter – besonders die Alleinerziehenden unter ihnen – gerade heute zunehmenden Stress ausgesetzt. Die gestiegene Zahl der Teilnehmerinnen belege das Bedürfnis nach Erholung. Hätten vor zehn Jahren 600 Frauen mit rund 430 Kindern das Angebot in Anspruch genommen, seien 1999 1267 Frauen und 1570 Kinder aus dem Erzbistum zu einer Kur gefahren.

Das 1950 gegründete Müttergenesungswerk wird u.a. von der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung getragen. In der Erzdiözese Bamberg ist diese Arbeitsgemeinschaft als Referat beim Diözesan-Caritasverband angesiedelt und unterhält 15 Beratungs- und Vermittlungsstellen. Obwohl die Krankenkassen die Kuren finanzieren, ist die Müttergenesung auch auf Spenden angewiesen. Denn vielen Frauen ermöglicht nur zusätzliche finanzielle Unterstützung die Teilnahme an einer Kur, sei es die Übernahme der Eigenleistung, das Gewähren eines Taschengeldes oder ein Zuschuss zu den Fahrtkosten. 1999 wurden die Teilnehmerinnen aus dem Erzbistum mit insgesamt rund 77.000 Mark aus Spendengeldern des Müttergenesungswerks unterstützt.

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