Pressemitteilung vom 15. September 2000

Auftakt zum Neubau des Kinderheims in Pettstadt
Caritas-Mitarbeiter und ehemalige Hausbewohner helfen beim Abriss der alten Gebäude

Das Caritas-Kinderheim St. Marien in Pettstadt wird abgerissen und durch einen kompletten Neubau ersetzt. Der Abbruch der alten Gebäude beginnt am 22. und 23. September mit einer Aktion, bei der Mitarbeiter des Diözesan-Caritasverbandes und ehemalige Bewohner des Kinderheims selbst Hand anlegen.

Das Kinderheim St. Marien ist ein ehemaliger Bauernhof, der seit 1945 als Kinderheim genutzt wird. 1953 übernahm das Heim der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg. Inzwischen ist das Haus für die wachsenden Bedürfnisse eines heilpädagogischen Kinderheims zu klein geworden; so fehlen etwa Werkräume für Beschäftigungstherapie und Freizeitaktivitäten. Außerdem sind die Gebäude umfassend sanierungsbedürftig. Daher hat der Diözesan-Caritasverband die Genehmigung zu einem vollständigen Neubau des Kinderheims erhalten.

Seit 1945 wurde eine große Zahl von Jungen und Mädchen im Kinderheim St. Marien aufgenommen und hat dort Geborgenheit und Beheimatung gefunden. Eine Reihe ehemaliger Hausbewohner leben heute – zum Teil mit eigenen Familien – in Pettstadt und Umgebung. Sie und die Mitarbeiter des Diözesan-Caritasverbandes wollen als Zeichen der Verbundenheit selbst den Auftakt zum Neubau des Hauses setzen. Freiwillig und ehrenamtlich helfen sie beimBeginn der Abbrucharbeiten

Die im Kinderheim St. Marien in drei Gruppen lebenden Kinder und Jugendlichen werden umfassend betreut und heilpädagogisch gefördert. Die Abteilung Inobhutnahme bietet Kindern und Jugendlichen, die vom Jugendamt zugewiesen werden oder sich selbst in einer akuten Krisensituation an das Heim wenden, eine vorübergehende Bleibe, bis sie in ihre Familie zurückkehren können oder ein Heimplatz für sie gefunden ist. Zuständig ist die Inobhutnahme für die Region Bamberg, Forchheim, Lichtenfels und Coburg. Gegenwärtig betreuen die rund 15 pädagogische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Heims 32 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und 19 Jahren.

Während der Baumaßnahme ist die Inobhutnahme in ein Nebengebäude des Caritas-Alten- und Pflegeheims St. Josef in Bamberg-Gaustadt ausgelagert. Eine Heimgruppe wurde in einer angemieteten Wohnung, eine weitere in einem vom Diözesan-Caritasverband gekauften Haus untergebracht. Die dritte Gruppe ist eine Außenwohngruppe, die schon bisher nicht in den Gebäuden des Heims angesiedelt ist.

Die Bauzeit für den Neubau beträgt voraussichtlich ein knappes Jahr. Der Grundriss des neuen Hauses wird die Hufeisenform der bisherigen Anlage aufgreifen, um durch die bauliche Geschlossenheit den Kindern weiterhin Geborgenheit zu vermitteln. Die Baukosten sind auf 3,6 Millionen Mark veranschlagt. Davon übernimmt die Regierung von Oberfranken 1,6 Millionen Mark. Die Bayerische Landesstiftung gibt einen Zuschuss von 400.000 Mark. Den verbleibenden Betrag bringt der Diözesan-Caritasverband selbst auf.

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