Pressemitteilung vom 11. August 2000

Caritas feierte Richtfest ihrer künftigen Zentrale

Der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg hat am 11. August 2000 Richtfest am künftigen Verwaltungsgebäude ihrer Zentrale in Bamberg gefeiert. Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon begründete den Neubau in seiner kurzen Ansprache auch mit seiner Fürsorgepflicht für die Mitarbeiter. Die beengten Verhältnisse in der gegenwärtigen Zentrale in der Geyerswörthstraße – Simon sprach scherzhaft vom "Sardinentrakt" - seien nicht mehr zumutbar. Im künftigen Domizil, das auf dem rückwärtigen Gelände des "Deutschen Hauses" an der Oberen Königstraße entsteht, sollen alle Abteilungen des Diözesan-Caritasverbandes zusammengeführt werden. Gegenwärtig sind einzelne Referate an andere Standorte in Bamberg ausgelagert. Die gemeinsame Unterbringung ermögliche "eine effektive Zusammenarbeit im Dienst an der Caritas-Arbeit im Bistum und damit an den Menschen", betonte Simon.

Simon dankte seinem Vorgänger, Prälat Walter Schirmer, der das Projekt über Jahre hinweg betrieben hatte, seine Errichtung aber nicht mehr im Amt erleben konnte. Ebenso bedankte er sich für die Geduld der Mitarbeiter, von denen mancher an die Verwirklichung des Neubaus "schon nicht mehr geglaubt hat". In etwa anderthalb Jahren werden sie nun umziehen können. Die Diskussion um die Umgestaltung des "Deutschen Hauses, das von 1828 stammt und dessen Vorläuferbauten sich bis in 16. Jahrhundert zurückverfolgen lassen, hatte sich seit den 1980er Jahren hingezogen. Darauf spielte auch Oberbürgermeister Herbert Lauer an, als er beim Richtfest seine Freude darüber zum Ausdruck brachte, dass die Obere Königstraße nun aufgewertet und das "Deutsche Haus" wieder Anlaufstelle für die Bürger werde.

An die Stadtbücherei, die das renovierte historische "Deutsche Haus" und einen daran angebauten neu errichteten Gebäudetrakt erhält, richtete Simon den Wunsch nach einer guten Zusammenarbeit. Besonderen Dank stattete er dem Erzbistum ab, das für das gesamte Bauvorhaben – Zentrale des Diözesan-Caritasverbandes und Stadtbücherei (sie gehört zur Abteilung Büchereiwesen des Erzbischöflichen Ordinariats) – deutlich über 30 Millionen Mark aufgebracht hat. Die Investition spiegele "die Wertschätzung der sozialen Dienste in der Diözese" wieder. Das Erzbischöfliche Ordinariat, dessen Direktor, Domkapitular Herbert Hauf, die Gäste des Richtfests begrüßt hatte, bleibt Eigentümer des Verwaltungsgebäudes, in das der Diözesan-Caritasverband als Mieter einziehen wird.

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